Die Sammlung Heidi Weber

Die Sammlung Heidi Weber ist in vieler Hinsicht einmalig.
Zum einen entstammt die in Münchenstein (Schweiz) geborene Sammlerin nicht grossbürgerlichen Kreisen und zum anderen widmete sie sich ausschliesslich einem einzigen Künstler: dem Lebenswerk des noch immer einseitig als Architekt, Städteplaner und Architekturtheoretiker Le Corbusier.

Der Verdienst von Heidi Weber besteht nicht allein darin, den universellen Künstler Le Corbusier in Spitzenwerken zu dokumentieren, sondern vor allem auch darin, für die Anerkennung des gesamten Œuvres dieser ausserordentlichen Künstlerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts zu wirken.
 
Hervorzuheben ist die Entstehungsgeschichte eines Werkes durch den Erwerb der dazu entstandenen Ideenskizzen, Vor- oder Entwurfszeichnungen, Oelskizzen samt schrittweiser Ausformung auf entsprechend wachsenden Bildformaten bis hin zum ausgereiften End-Werk belegen zu können. Damit steht Heidi Weber in der abendländischen Kunst- wie Sammler- und Sammlungsgeschichte einzigartig da. Sie hat sich, ohne je durch irgendein Studium darauf vorbereitet worden zu sein, mit ihrer Sammlung ein Denkmal ganz eigener Art gesetzt.

Dabei begann Heidi Webers Werdegang als Besitzerin eines Privatmuseums und der weltweit bedeutendsten und vielseitigsten Le Corbusier-Sammlung - bescheiden. Erst als es ihr gelang, in persönlichen Kontakt mit Le Corbusier zu treten und das Alleinvertretungsrecht bzw. die Erlaubnis zur Produktion seiner Möbel, die er in den zwanziger Jahren entworfen hatte, zu erhalten, konnte sie sich seines Werkes, das er als bildender Künstler geschaffen hatte, annehmen.

Er vertraute mir in der Folge das exklusive Reproduktions- und Verkaufsrecht für sein malerisches und plastisches Werk an. Ich wurde aber nicht Kunsthändlerin im herkömmlichen Sinne; einzig wer von Le Corbusiers Werke echt begeistert war oder Museen und Stiftungen konnten sie bei mir erwerben. In all diesen Jahren fanden sich aber nur selten geeignete Käufer. Mit dem Geld durch die erfolgreiche Arbeit als Innenarchitektin kaufte ich die meisten Bilder selbst, um Le Corbusier stets positive Verkaufsresultate vorweisen zu können.

Meine Sammlung wuchs und wuchs...“ (H. Weber einleitend zu ihrem Katalog Le Corbusier – Maler Zeichner Plastiker Poet, Zürich 1988).
 
Heidi Weber hat in ihren Kunstbüchern und durch die Verwirklichung ihrer Sammlung immer wieder auf die beeindruckende Einheitlichkeit des Werkes von Le Corbusier hingewiesen.
Heidi Weber brauchte Zeit und innere Auseinandersetzungen mit einzelnen Werkkategorien, um deren künstlerische wie strukturelle Zusammenbindungen zu verstehen. Plastiken und Wandteppiche liessen sich nicht gefühlsmässig sogleich adaptieren.
Die Sammlung Heidi Weber wuchs  nicht nur quantitativ, sondern auch im Einklang mit Le Corbusiers ästhetischer Berufung. Das erhebt diese Sammlung über die Dokumentation hinaus.

Zugleich hat Heidi Weber sie ihn noch selbst zu bestimmten Werken (Lithographien, Kupferstichen) anregen können, vor allem aber konnte sie Le Corbusier in Meisterwerken, die nicht wahllos zusammengekauft wurden, sondern direkt aus seinem Atelier stammten, ein Denkmal über die Zeit des 20. Jahrhunderts hinaus setzen.

Le Corbusier - The Artist

Le Corbusier - The Artist
Works from the Heidi Weber collection

Heidi Weber was awarded the Gold Medal
at the international Art Book Exibition
Leipzig by an international jury.

1988
160 pages

  English edition

Le Corbusier

Le Corbusier -
Painter, Designer, Sculptor, Poet

Catalogue from the exibition in Apolda
Extension of the programme:
Weimar 1999-Cultural City of Europe


1999
78 pages

  English edition

Le Corbusier - Grafic Work

Le Corbusier - The Grafic Work





2004
112 pages

  English edition